SCHUFA-Score: Short Facts im Überblick
- Vereinfachung: Seit dem 17.3.2026 wurde die Anzahl der Bewertungskriterien von 250 auf 12 transparente Kernfaktoren reduziert.
- Risikoklassen: Ein Score ab 776 Punkten garantiert Top-Konditionen, während Werte unter 642 Punkten zu automatisierten Kreditablehnungen führen können.
- Leichtere Einsicht: Verbraucher:innen können ihren aktuellen Score jederzeit kostenlos online einsehen.
- Aktive Bonitätssteuerung: Der Score lässt sich durch die Reduzierung von Konten und Kreditkarten, pünktliche Zahlungen und dem Korrigieren fehlerhafter Einträge nachhaltig verbessern.
Inhalte im Überblick
Wie berechnet sich der SCHUFA-Score?
Der SCHUFA-Score soll Banken und Kreditgeber:innen Aufschluss darüber geben, wie wahrscheinlich es ist, dass es bei dir in naher Zukunft zu Zahlungsausfällen kommen kann. Hast du beispielsweise viele Kreditkarten, die du belasten kannst, oder mehrere Girokonten, bei denen dir ein Dispositionskredit eingeräumt wird, wirkt sich das negativ auf deinen SCHUFA-Score aus. Bei der Berechnung werden aber nicht nur negative Faktoren, sondern auch positive Daten, wie beispielsweise pünktlich gezahlte Kredite berücksichtigt.
Zu den Hauptkriterien für Berechnung des SCHUFA-Scores zählen hauptsächlich:
SCHUFA-Score: Änderungen seit dem 17.3.2026
Bislang gab es 250 Datensätze, die in die Bewertung eingeflossen sind. Seit März sind es nur noch 12:
- Alter der ältesten Kreditkarte
- Alter der aktuellen Adresse
- Anzahl von Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten
- Kredit mit der längsten Restlaufzeit
- Anzahl von Anfragen im Bereich Telekommunikation & (Online)-Handel in den vergangenen 12 Monaten
- Alter des ältesten Bankvertrags
- Immobilienkredite oder Bürgschaften
- Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten
- Kreditstatus
- Vorliegen einer Identitätsprüfung
- Jüngster Rahmenkredit
- Zahlungsstörungen
Für jedes Kriterium werden Punkte vergeben. Je höher die Gesamtpunktzahl, desto höher die Kreditwürdigkeit.
Was ist ein guter SCHUFA-Score?
Die Wahrscheinlichkeit, dass du künftig auch zahlungsfähig bleiben wirst, wird beim sogenannten SCHUFA-Score in Punkten ausgedrückt. Je höher der Score, desto höher auch die Kreditwürdigkeit:
| Punktwert | Score-Klasse | Risikobewertung | Anteil der Bevölkerung |
| 776 – 999 | Hervorragend | Sehr geringes Ausfallrisiko | ca. 62 % |
| 709 – 775 | Gut | Durchschnittliches Risiko | ca. 20 % |
| 642 – 708 | Akzeptabel | Leicht erhöhtes Risiko | ca. 8 % |
| 100 – 641 | Ausreichend | Erhöhtes Risiko | ca. 2 % |
| – | Ungenügend | Zahlungsausfälle vorhanden | ca. 8 % |
Wenn du mal ein bisschen herumspielen möchtest, wie sich dein Score aufgrund von verschiedenen Umständen verändert, kannst du einmal einen Blick auf den SCHUFA Score-Simulator werfen.
So kannst du deinen SCHUFA-Score einsehen
Bisher war es recht schwierig, an den eigenen SCHUFA-Score ranzukommen. Einmal im Jahr konntest du den Score zum Beispiel kostenlos online anfordern und hast dann die Info per Post bekommen. Ab sofort kannst du allerdings deinen Score jederzeit kostenlos online auf der Schufa-Webseite ansehen.
Dafür musst du dich allerdings registrieren. Das geht über die Seite Webseite der SCHUFA, du musst dich dafür aber auch identifizieren. Deshalb ist es hilfreich, wenn du über einen Personalausweis mit aktiver Online-Ausweisfunktion verfügst. Wenn du das nicht hast, kannst du auch eine Identifizierung per Brief anfordern, du musst dann allerdings auf die Post warten. Darüber hinaus kannst du außerdem bei vielen Immobilienportalen eine SCHUFA Mieterauskunft beantragen. So erhältst du bequem ein PDF, das du deiner Bewerbungsmappe für deine Traumwohnung beilegen kannst. Diese Auskünfte geben in vielen Fällen allerdings nicht den genauen Score an, sondern treffen eher eine Aussage darüber, ob vermehrt positive, oder negative Einträge vorliegen.

So kannst du deinen Score verbessern
Durch die erhöhte Transparenz beim SCHUFA-Score sind nun mehrere Maßnahmen bekannt, mit denen du deine Bonität verbessern kannst:
- Offene Rechnungen und Forderungen begleichen
- Konditions- statt Kreditanfragen stellen
- Weniger Kredite aufnehmen
- Maximal 2 Kreditkarten besitzen
- Wenige Bankkonten führen
- Nicht ins Dispo gehen
- Alter und nicht mehr benötigte Verträge kündigen
- Viele Umzüge vermeiden
Es ist möglich, einen SCHUFA-Eintrag löschen zu lassen. Oft muss dafür ein Nachweis (z.B. Zahlungsbeleg) erbracht werden. Nach einer bestimmten Frist werden die Daten zudem automatisch gelöscht, zum Beispiel nach 3 Jahren bei erledigten Forderungen.
Ab welchem SCHUFA-Score wird es schwer mit einem Kredit?
Mit der Umstellung auf das neue Punktesystem hat sich auch die Risiko-Ampel verschoben. Da Banken nun exakt den gleichen Score sehen wie du, ist die Einschätzung transparenter, aber auch strenger geworden:
- Die Sicherheitszone (776 – 999 Punkte): In der Kategorie „Hervorragend“ hast du freie Fahrt. Kreditablehnungen aufgrund der Bonität sind hier extrem selten.
- Die Gelbe Zone (642 – 775 Punkte): In den Klassen „Gut“ und „Akzeptabel“ wird es für herkömmliche Ratenkredite noch nicht kritisch, aber die Zinsen können steigen. Banken prüfen hier genauer dein aktuelles Einkommen und deine Ausgaben, da das statistische Ausfallrisiko leicht erhöht ist.
- Die Kritische Zone (unter 642 Punkte): Ab der Klasse „Ausreichend“ (100 bis 641 Punkte) wird es spürbar schwer. Viele Filialbanken lehnen Kreditanfragen in diesem Bereich bereits automatisiert ab. Ein Kredit ist hier oft nur noch über spezialisierte Anbieter:innen oder mit zusätzlichen Sicherheiten (z. B. mit Bürg:innen) möglich.
- Die Stopp-Zone (Ungenügend): Hast du offene Zahlungsstörungen (z. B. einen nicht bezahlten, titulierten Kredit), wird seit 2026 oft gar kein Punktwert mehr ausgewiesen, sondern direkt die Klasse „Ungenügend“ vergeben. In diesem Fall ist eine Kreditaufnahme bei seriösen Banken nahezu ausgeschlossen.
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