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Finanzielle Grundbegriffe: Ein Sparschwein mit mehreren Geldmünzen Pexels / Cottonbro Studio

Das 1x1 der Finanzwelt Finanzielle Grundbegriffe im Überblick

Die Finanzwelt bringt viele Begrifflichkeiten mit sich. In unserem Artikel erklären wir dir die wichtigstsen finanziellen Grundbegriffe von A wie Aktien bis Z wie Zinsen.

Aktie

Geht es um finanzielle Grundbegriffe darf die Aktie natürlich nicht fehlen. Eine Aktie ist im Grunde dein Eintrittsticket in ein Unternehmen: Kaufst du sie, gehört dir ein winziger Teil der Firma inklusive aller Chancen und Risiken. Du profitierst als Mitbesitzer:in durch Dividendenzahlungen davon, wenn das Unternehmen Gewinne macht, oder wenn andere Anleger:innen bereit sind, für dein Stück vom Kuchen später mehr zu bezahlen und du die Aktie wieder teurer verkaufen kannst.

Anlageklasse

In der Welt der Finanzen ist eine Anlageklasse oder auch Assetklasse eine Schublade, in die man verschiedene Investments mit ähnlichen Eigenschaften sortiert. Typische Beispiele sind Aktien, Immobilien oder Gold, die jeweils ihr eigenes Risiko- und Renditeprofil haben. Ein kluger Mix aus verschiedenen Klassen sorgt dafür, dass dein Portfolio nicht gleich beim kleinsten Marktwackler umkippt.

Anleihe

Wenn du eine Anleihe kaufst, schlüpfst du in die Rolle des Bankers oder der Bankerin und leihst einem Staat oder einem Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum Geld. Als Belohnung dafür erhältst du regelmäßig Zinsen und am Ende der Laufzeit dein ursprünglich eingesetztes Kapital zurück. Sie gelten im Vergleich zu Aktien oft als das Ruhekissen im Depot, da die Zahlungen planbarer sind. Vorrausgesetz die Schuldner:innen bleiben zahlungsfähig.

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BIP (Bruttoinlandsprodukt)

Das BIP misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellt wurden. Vom verkauften Brötchen bis zum programmierten Software-Update. Es dient als wichtigster Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: wächst das BIP, geht es der Wirtschaft gut, schrumpft es, stehen die Zeichen auf Krise.

Bonität

Unter Bonität versteht man die finanzielle Vertrauenswürdigkeit eines Staates, eines Unternehmens oder einer Privatperson. Sie gibt Auskunft darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass geliehenes Geld samt Zinsen pünktlich zurückgezahlt wird. Wer eine erstklassige Bonität hat, bekommt Kredite zudem zu deutlich günstigeren Zinsen als jemand, bei dem das Ausfallrisiko hoch eingeschätzt wird.


Cashflow

Der Cashflow beschreibt den tatsächlichen Geldfluss in ein Unternehmen hinein und wieder heraus innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zeigt schwarz auf weiß, wie viel Bargeld am Ende übrig bleibt, um Rechnungen zu bezahlen, Investitionen zu tätigen oder Dividenden auszuschütten. Während Gewinne durch Buchhaltungstricks aufgehübscht werden können, lügt das Bankkonto beim Cashflow nicht.


Deflation

Deflation bezeichnet einen anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Das klingt für Verbraucher:innen erst mal super, führt aber oft dazu, dass Käufe in der Hoffnung auf noch niedrigere Preise aufgeschoben werden, was die Wirtschaft massiv ausbremsen kann.

Diversifikation

Das bedeutet, dein Kapital auf verschiedene Anlageformen, Branchen und Länder zu verteilen, anstatt alles auf eine Karte zu setzen. Diversifikation zielt darauf ab, das Gesamtrisiko zu senken. Denn wenn ein Unternehmen oder sogar eine Branche in deinem Depot schwächelt, können die Gewinne der anderen Anlageformen diesen Verlust im Idealfall ausgleichen.

Dividende

Die Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, der direkt an die Aktionär:innen ausgezahlt wird. Das ist quasi also eine Belohnung für dein Vertrauen und das Kapital, das du eingesetzt hast. Manche Firmen reinvestieren diese Gewinne wieder komplett, aber vor allem etablierte Konzerne schütten regelmäßig einen festen Betrag pro Aktie aus. Auf diese Weise kannst du dir sogar ein kleines, passives Einkommen aufbauen. Interessanter Fakt: Manche Unternehmen zahlen statt einer Bardividende auch eine Sachdividende in Form der eigenen Produkte aus.


Eigenkapital

Unter Eigenkapital versteht man den Teil des Unternehmensvermögens, der nach Abzug aller Schulden, also nach Abzug des Fremdkapitals, den Eigentümer:innen gehört. Das Eigenkapital dient vor allem als wichtiger Puffer gegen Verluste. Je höher die Eigenkapitalquote, desto krisenfester ist ein Unternehmen, da es im Notfall nicht sofort auf teure Kredite angewiesen ist.


Fremdkapital

Zum Fremdkapital zählen alle finanziellen Mittel, die einem Unternehmen von Außenstehenden wie Banken oder Lieferant:innen nur zeitlich begrenzt überlassen werden. Im Gegensatz zum Eigenkapital stellt das Fremdkapital zwar eine Verpflichtung dar, die inklusive Zinsen zurückgezahlt werden muss, es bietet aber keine Mitspracherechte am Unternehmen.

Fremdfinanzierung

Bei einer Fremdfinanzierung besorgt sich ein Unternehmen Kapital von außen, wie beispielsweise durch einen Bankenkredit oder die Ausgabe von Anleihen. Im Gegensatz zum Eigenkapital muss dieses fremde Geld nach einer festen Laufzeit inklusive Zinsen zurückgezahlt werden. Solch eine Fremdfinanzierung bietet allerdings den Vorteil, dass die bisherigen Eigentümer:innen keine Mitspracherechte am Unternehmen abgeben müssen.


Hedgefonds

Hedgefonds sind Investmentfonds für Profis, die mit deutlich riskanteren und komplexeren Strategien arbeiten als normale Aktienfonds. Diese Fonds setzen nicht nur auf steigende Kurse, sondern wetten oft auch auf fallende Märkte oder nutzen geliehenes Geld, um ihre Gewinne massiv zu hebeln. Für Privatanleger:innen sind Hedgefonds allerdings in der Regel nicht relevant.


Index

In der Finanzwelt ist ein Index ein statistischer Durchschnittswert, der die Kursentwicklung einer bestimmten Gruppe von Aktien zusammenfasst, wie zum Beispiel der Deutsche Aktienindex, besser bekannt als DAX, für die größten 40 deutschen Unternehmen. Er dient als Barometer für die Stimmung am Markt und ermöglicht Anleger:innen auf einen Blick zu sehen, ob ein ganzes Land oder eine Branche gerade im Aufwind ist oder schwächelt.

Indexfonds

Indexfonds, die oft auch als ETFs bekannt sind, sind Anlageprodukte, die einen Index wie beispielsweise den DAX 1 zu 1 kopieren, indem sie genau die darin enthaltenen Aktien kaufen. Mit einem Indexfonds versuchst du nicht den Markt durch schlaue Auswahl einzelner Titel zu schlagen, sondern schwimmst zu meist sehr günstigen Preisen einfach mit dem Marktdurchschnitt mit.

Inflation

Die Inflation beschreibt den Prozess einer stetigen Preiserhöhung, durch die du durch den gleichen Geldeinsatz mit der Zeit immer weniger Waren und Dienstleistungen erwerben kannst. Inflation entsteht meist, wenn die Geldmenge schneller wächst als das Angebot von Gütern oder wenn die Produktionskosten enorm steigen. Eine hohe Inflation steht also für einen hohen Kaufkraftverlust.


Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt ist so etwas wie der übergeordnete Marktplatz, auf dem sich Staaten und Unternehmen langfristiges Geld von Anleger:innen besorgen, um Investitionen zu finanzieren. Er führt diejenigen, die Geld sparen und anlegen wollen, mit denen zusammen, die Kapital für neue Projekte benötigen. Das kann vor allem durch die Ausgabe von Aktien oder Anleihen passieren.

Kaufkraft

Die Kaufkraft ist der Indikator dafür, welche Menge an Gütern und Dienstleistungen du für eine bestimmte Menge Geld tatsächlich kaufen kannst. Wenn die Preise im Rahmen einer Inflation steigen, sinkt deine Kaufkraft, dein Geld schmilzt also quasi weg. Du hast dann für den gleichen Euro-Betrag weniger im Einkaufswagen als im Vorjahr.

Konjunktur

Unter Konjunktur werden die wellenförmigen Schwankungen der Wirtschaftslage eines Landes verstanden, die sich in Phasen wie Aufschwung, Boom, Abschwung und Krise unterteilen lassen. Die Konjunktur zeigt uns unter anderem wie ausgelastet die Fabriken sind, wie viele Menschen einen Job haben und wie konsumfreudig die Bürger:innen gerade sind.


Liquidität

Die Liquidität beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson, alle fälligen Zahlungsverpflichtungen wie Mieten, Gehälter oder Rechnungen jederzeit begleichen zu können. Im übertragenen Sinne bedeutet es auch, wie schnell sich Vermögenswerte zu Bargeld machen lassen, ohne dabei große Verluste hinzunehmen.


Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung ist der aktuelle Gesamtwert eines börsennotierten Unternehmens. Du berechnest sie ganz einfach, indem du die Anzahl aller im Umlauf befindlichen Aktien mit dem aktuellen Börsenkurs multiplizierst. Die Marktkapitalisierung zeigt dir dabei auf einen Blick, ob es sich um einen riesigen Konzern oder ein eher kleineres Unternehmen handelt.


Nachhaltige Geldanlage

Heutzutage blicken immer mehr Anleger:innen nicht nur auf die nackten Zahlen, sondern auch auf ihren ökologischen Fußabdruck. Bei einer nachhaltigen Geldanlage fließen neben klassischen Finanzdaten auch Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung in die Investmententscheidung ein. Ziel ist es, Kapital gezielt in Unternehmen zu lenken, die verantwortungsvoll wirtschaften, während Branchen wie Rüstung oder Kohleenergie oft konsequent ausgeschlossen werden.


Portfolio

Dein Portfolio umfasst die Gesamtheit aller Investitionen, die du als Anleger:in hältst. Man versteht darunter also die bündige Mischung aus Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder Immobilien. Ziel eines professionell verwalteten Portfolios ist es, durch die Kombination verschiedener Anlagen das Risiko zu streuen und die bestmögliche Rendite für das gewählte Risikoprofil zu erzielen.


Rentabilität

Die Rentabilität zeigt dir im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, wie viel Gewinn du tatsächlich erwirtschaftet hast. Sie wird meist in Prozent angegeben und ist der wichtigste Maßstab, um verschiedene Geldanlagen wie zum Beispiel Immobilien mit Aktien objektiv miteinander zu vergleichen.

Rezession

Von einer Rezession wird offiziell meist dann gesprochen, wenn die Wirtschaftleistung eines Landes in 2 aufeinanderfolgenden Quartalen sinkt statt zu wachsen. In dieser Phase halten sich Konsument:innen und Unternehmen mit Ausgaben zurück, was oft zu sinkenden Gewinnen, weniger Investitionen und im schlimmsten Fall zu steigender Arbeitslosigkeit führt.


Schuldnerquote

Die Schuldnerquote setzt die gesamten Schulden eines Unternehmens, eines Haushalts oder auch eines Staates ins Verhältnis zu einer wirtschaftlichen Größe wie dem BIP oder dem Einkommen. Eine hohe Schuldnerquote ist ein Warnsignal, da ein zu großer Teil der Einnahmen nur noch für Zinsen und Tilgung draufgeht, statt in die Zukunft investiert werden zu können.

Subprime-Krise

Die Subprime-Krise war eine schwere Finanzkrise, die durch das Platzen einer Immobilienblase in den USA ausgelöst wurde, nachdem massenhaft Hypotheken an Kreditnehmer:innen mit geringer Bonität vergeben worden waren. Diese riskanten Kredite wurden in komplexen Wertpapieren gebündelt und weltweit verkauft. Als die Häuserpreise dann sanken und die Kredite ausfielen, löste dies eine Kettenreaktion aus, die Banken in den Ruin trieb und eine weltweite Rezession verursachte.


Volatilität

Die Volatilität misst das Ausmaß der Preisschwankungen eines Wertpapiers oder Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Eine hohe Volatilität bedeutet, dass die Kurse wild nach oben und unten ausschlagen, während eine niedrige Volatilität auf eine eher ruhige und stetige Wertentwicklung hindeutet. Eine hohe Volatilität ist in der Geldanlage also mit hohem Risiko verbunden, während eine niedrige Volatilität als eher risikoarm verstanden wird.


Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum beschreibt die Zunahme der Produktion von Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Gemessen wird dies meist am Bruttoinlandsprodukt: Steigt das BIP, floriert die Wirtschaft, es entstehen häufig mehr Jobs und die Einkommen ziehen an. Stagniert das BIP oder sinkt es, spricht man von einer Flaute oder Rezession.


Zinsen

Der Zins ist die Gebühr, die Schuldner:innen an Gläubiger:innen für die vorübergehende Überlassung von Kapital zahlen. Für Sparer:innen ist er die Belohnung für den Verzicht auf heutigen Konsum, während er für Kreditnehmer:innen die Kosten für Investitionen oder Anschaffungen darstellt. Die Höhe der Zinsen wird maßgeblich von den Zentralbanken beeinflusst und steuert, wie viel Geld in einer Wirtschaft im Umlauf ist.

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