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Schrebergarten in Hamburg: Garten mit Steinweg und Schubkarre Pixabay / andreas160578

Schrebergarten in Hamburg Alle Infos zu den beliebten Kleingärten

Das Wetter in Hamburg wird wieder schöner und viele zieht es raus in die Natur. Auch wenn unsere Hansestadt als grünste größte Millionenstadt zählt, heißt das noch lange nicht, dass auch jede:r Bürger:in die Möglichkeit hat, sich in ihren/seinen eigenen Garten zu setzen. Liebäugelst du mit der Idee, dir einen Schrebergarten zuzulegen? Dann haben wir in diesem Artikel ein paar nützliche Infos für dich zusammengestellt. 

⍟ Letztes Update: April 2026. Unser Artikel bleibt stets aktuell, damit du bestens über Hamburgs Kleingärten informiert bist.

Short Facts zu Schrebergärten in Hamburg: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anzahl Parzellen: ca. 33.000 in über 300 Vereinen
  • Laufende Kosten: Jährlich ca. 400 € bis 800 € (Pacht, Beitrag, Versicherung, Wasser/Strom)
  • Einmalige Kosten (Ablöse): Je nach Laube und Inventar ca. 2.000 € bis 10.000 € (nach Gutachterwert)
  • Wartezeit: Aktuell sehr hoch, je nach Stadtteil 1 bis 10 Jahre
  • Zentraler Verband: Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V. (LGH)

Was ist ein Schrebergarten? Mehr als nur Kräuterbeet & Rasenmähen

Bevor wir in die Details der Bewerbung eintauchen, klären wir die wichtigste Frage: Was unterscheidet einen Schrebergarten eigentlich von einem „normalen“ Garten hinter dem Haus?

Kurz gesagt: Ein Schrebergarten (auch Kleingarten oder Parzelle genannt) ist ein Stück gepachtetes Land, das Teil einer größeren Anlage ist. Der Name geht auf den Leipziger Arzt Moritz Schreber zurück, der im 19. Jahrhundert Bewegungsflächen für Kinder im Grünen forderte. Aus den damaligen „Kinderbeeten“ entwickelten sich die heutigen Familienoasen.

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Die goldene Regel: Die kleingärtnerische Nutzung

In Deutschland (und damit auch in Hamburg) ist ein Schrebergarten kein reiner Freizeitpark. Er unterliegt dem Bundeskleingartengesetz. Das klingt trocken, bedeutet für dich aber vor allem eines: die Drittel-Regelung. Damit dein Garten rechtlich ein Kleingarten bleibt (und die Pacht so günstig ist), sollte die Fläche grob in folgende 3 Teile aufgesplittet sein:

  1. Ein Drittel Anbau: Hier wachsen Obst, Gemüse und Kräuter für den Eigenbedarf.
  2. Ein Drittel Erholung: Rasenflächen, Zierpflanzen und Blumen zum Entspannen.
  3. Ein Drittel Bebauung: Deine Laube inklusive Wegen und Terrasse.

Ein Schrebergarten ist also eine Mischung aus Nutzgarten und privatem Rückzugsort. In einer dicht besiedelten Stadt wie Hamburg ist er für viele das „grüne Wohnzimmer“, in dem man dem Großstadttrubel entfliehen kann, ohne die Stadtgrenzen zu verlassen.

Natürlich ist in so einem Schrebergarten in Hamburg nicht alles rosig, sonst hätten sicherlich viel mehr Hamburger:innen ihr eigenes Stückchen Land und könnten im Sommer die Idylle um sich herum genießen.

Folgende Tabelle listet dir zum Einstieg eine kleine Übersicht verschiedener Vor- und Nachteile der grünen Kleingärten auf:

  • Eigenes Stück Natur in der Stadt bzw. im nahegelegenen Umland

  • Möglichkeit zum Anbau von eigenem Gemüse

  • Entspannung und Erholung im Grünen

  • Soziale Interaktion mit Nachbar:innen

  • Möglichkeit für kreative Gestaltung (im Rahmen der vorgegebenen Regeln)

  • Begrenzte Größe der Gartenfläche (mitunter abhängig von deinem Budget)

  • Wetterabhängigkeit für Gartenarbeit, größtenteils nur saisonal nutzbar

  • Kosten für Pacht und eventuelle Ausstattung

  • Zeitaufwand für Pflege und Instandhaltung des Gartens

  • Einschränkungen durch Kleingartenordnung

  • Mitunter lange Wartelisten und begrenzte Verfügbarkeit von Schrebergärten

Lass uns gärtnern: Wie du an einen Garten in Hamburg kommen kannst

Wenn du in Hamburg in die Welt des Gärtnerns eintauchen möchtest, bieten Kleingartenvereine eine hervorragende Möglichkeit, diesen Traum zu verwirklichen. Die Mitgliedschaft in einem Kleingartenverein ermöglicht es dir, eine Parzelle in einer Kleingartenanlage zu pachten, auf der du deine eigene grüne Oase gestalten kannst. Diese Parzellen umfassen oft eine Gartenlaube oder ein kleines Gartenhaus, das als Rückzugsort und Aufbewahrungsort für Gartengeräte dienen kann.

Die Suche nach freien Gärten kann jedoch eine Herausforderung sein, da beliebte Kleingartenanlagen oft Wartelisten haben. Dennoch finden besonders junge Familien oft Möglichkeiten, kleine Gärten zu mieten oder zu pachten, um ihre eigenen Schrebergärten zu pflegen und Ruhe und Zeit in der Natur genießen zu können. Beharrlichkeit und Geduld können sich auszahlen.

Die Details für die Anmietung oder Pachtung einer Parzelle variieren je nach Kleingärtnervereinigung und Kleingartenanlage. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die Konditionen, Kosten und die Kleingartenordnung zu informieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Zudem bieten manche Kleingartenvereine Gartengemeinschaften an, in denen sich Kleingärtner:innen austauschen und gemeinsam Projekte realisieren können.

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Preise für Kleingärten in Hamburg: Mit diesen Kosten musst du rechnen

Wer einen Kleingarten in Hamburg sein Eigen nennen möchte, sollte sich bewusst sein, dass damit verschiedene Kosten verbunden sind. Die Preise für Schrebergärten in Hamburg variieren je nach Lage, Größe der Parzelle und Ausstattung. Einige Gartenvereine bieten schnell verfügbare Parzellen an, jedoch können solche Angebote selten als günstig bezeichnet werden.

Für einen Schrebergarten in Hamburg solltest du mit jährlichen Fixkosten zwischen 400 € und 800 €* rechnen, die sich aus der Pacht (ca. 0,26 €/m²), dem Vereinsbeitrag (aktuell ca. 83 €) sowie Versicherungen und Nebenkosten zusammensetzen. Einmalig fällt beim Pächterwechsel eine Ablösesumme für die Laube und den Bestand an, die in Hamburg durch offizielle Wertermittler festgelegt wird und meist zwischen 2.000 € und 10.000 €* liegt.

*Hinweis: Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Durchschnittswerte zur Orientierung. Die tatsächlichen Kosten können je nach Lage des Vereins, Parzellengröße und individuellem Verbrauch deutlich abweichen.

Die Nachfrage nach Schrebergärten in Hamburg ist hoch, besonders für Familien und Freizeitgärtner:innen, die einen Gemüsegarten pflegen oder einfach nur die Natur genießen möchten. Die Miete für einen Kleingarten wird oft pro Quadratmeter berechnet und kann je nach gärtnerischer Nutzung und Ausstattung der Gartenlaube variieren.

Ein kleiner Tipp für angehende Kleingärtner:innen ist es, die Kosten nicht nur auf die monatliche Miete zu reduzieren, sondern auch die langfristigen Investitionen zu berücksichtigen. Die Pflege und Gestaltung eines Stücks Land erfordert regelmäßige Ausgaben für Pflanzen, Gartenwerkzeuge und möglicherweise die Instandhaltung des Gartenhauses.

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Schrebergarten in Hamburg: Mögliche Ausgaben im Überblick

Die Miete eines Kleingartens setzt sich in der Regel aus verschiedenen Komponenten zusammen:

  1. Pacht/Miete für die Parzelle: Dies ist die grundlegende Gebühr, die du regelmäßig an den Gartenverein oder den/die Vermieter:in zahlst, um die Parzelle nutzen zu dürfen. Sie basiert oft auf der Größe der Parzelle (pro Quadratmeter).
  2. Nebenkosten: Diese können Wasser- und Stromkosten umfassen, wenn diese Dienstleistungen im Garten verfügbar sind. Die Kosten können entweder in der Pacht enthalten sein oder separat berechnet werden.
  3. Vereinsgebühren: Viele Kleingartenvereine erheben Mitgliedsbeiträge oder Vereinsgebühren, um die gemeinschaftlichen Einrichtungen und Aktivitäten im Gartenverein zu finanzieren.
  4. Müllgebühren: Je nach Verein oder Vermieter:in können auch Müllgebühren anfallen, insbesondere wenn es um die Entsorgung von Gartenabfällen geht.
  5. Einmalige Anschaffungskosten: Hierbei handelt es sich um Preise für die Erstausstattung deines Gartens, wie zum Beispiel die Anschaffung von Gartengeräten, Gartenmöbeln oder die Gestaltung der Gartenlaube.

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass bei der Übernahme eines bereits bestehenden Gartens vom vorherigen Kleingärtner oder Kleingärtnerin eine Ablöse gezahlt werden muss. Diese Ablöse kann beispielsweise für bereits angelegte Beete, Sträucher, Bäume oder die vorhandene Gartenlaube verlangt werden. Solche Kosten sind jedoch spezifisch für den jeweiligen Garten und sollten vor Vertragsabschluss genau besprochen werden.

Schrebergarten in Hamburg: Gemüsegarten
Pixabay / Pixeleye

Alles im Rahmen des Gesetzes: Das Bundeskleingartengesetz

Das bereits weiter oben erwähnte Bundeskleingartengesetz bildet das rechtliche Fundament für die Nutzung und Verwaltung von Kleingärten in Deutschland. Es legt unter anderem fest, dass Kleingärten vorrangig für die gärtnerische Nutzung vorgesehen sind. Dies schließt die Errichtung einer Laube oder eines überdachten Freisitzes wie einer Terrasse mit ein, um die Möglichkeit zu bieten, Zeit im Garten zu verbringen und die Natur zu genießen.

Im Rahmen dieses Gesetzes gibt es jedoch bestimmte Regeln, die es für dich zu beachten gilt. Zum Beispiel ist es meist nicht erlaubt, eine Kleingartenlaube oder den gesamten Schrebergarten gewerblich zu vermieten oder für Wohnzwecke zu nutzen. Neue Lauben dürfen in der Regel nicht ohne Genehmigung errichtet werden und Veränderungen am Grundstück, wie das Anbauen an einer Laube oder das Errichten eines neuen Hauses, müssen ebenfalls vorab genehmigt werden.

Pächter:innen von Kleingärten haben laut Bundeskleingartengesetz bestimmte Rechte und Pflichten. Eine fristlose Kündigung seitens des Vereins oder der/des Vermieter:in ist in der Regel nur unter bestimmten Bedingungen möglich, zum Beispiel bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Kleingartenordnung oder bei erheblichem Zahlungsrückstand.

Es ist wichtig, dass du dich über die rechtlichen Bestimmungen gut informierst, um Konflikte zu vermeiden und die langfristige Nutzung deines Gartens genießen zu können.

Schrebergarten in Hamburg: Mann mäht Rasen
Pixabay / andreas160578

Vereine finden: Wo es Kleingärten in Hamburg gibt

Hamburg ist eine der grünsten Städte Deutschlands und bietet nicht nur in der Stadt, sondern auch im nahegelegenen Umland Möglichkeiten für vielfältige Schrebergärten. Aufgrund der hohen Nachfrage ist das Rankommen jedoch oftmals schwierig und erfordert eine Menge Geduld. Folgende Schritte können dir die Suche nach einem geeigneten Verein und Kleingarten in Hamburg jedoch erleichtern:

  1. Kontakt mit Gartenverbänden: In Hamburg gibt es verschiedene Gartenverbände und -organisationen, die Informationen über Kleingartenvereine in der Region bereitstellen können. Sie bieten oft Listen von Vereinen und Kontaktdaten an. Für eine erste Anlaufstelle schau doch mal auf der Übersichtsseite von Hamburg.de vorbei.
  2. Besuche von Gartenmessen und -veranstaltungen: Besuche lokale Gartenmessen, -ausstellungen oder -veranstaltungen in Hamburg. Dort kannst du mit Vertreter:innen von Gartenvereinen in Kontakt treten, um mehr über ihre Angebote und freie Parzellen zu erfahren.
  3. Direkte Kontaktaufnahme: Sobald du potenzielle Vereine identifiziert hast, kontaktiere sie direkt. Frage nach freien Parzellen, den Kosten für die Pacht, den Regelungen des Vereins und den Bewerbungsprozessen.
  4. Bewerbungsverfahren beachten: Viele Gartenvereine haben spezifische Bewerbungsverfahren, die du beachten solltest. Dies kann die Einreichung eines Bewerbungsformulars, eine persönliche Vorstellungsrunde oder andere Schritte umfassen.
  5. Geduld und Flexibilität: Da die Nachfrage nach Schrebergärten in Hamburg hoch sein kann, sei geduldig und flexibel bei deiner Suche. Es kann einige Zeit dauern, bis du den passenden Garten für dich gefunden hast. Wichtig ist, dass du dranbleibst und nicht aufgibst. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Suche!

Gepachtete Parzelle, eigener Garten oder anderweitig Zeit in der Natur verbringen?

Und um die Wartezeit zu überbrücken, wäre ja vielleicht auch Urban Gardening etwas für dich. Oder schau dir unsere Ausflugstipps ins Alte Land an und genieße dort die Natur abseits des Stadttrubels. Hast du dir vielleicht sogar in der Zwischenzeit den Traum vom Eigenheim erfüllt und fragst dich jetzt, wie du deinen eigenen Garten mit wenig Geld gestalten kannst? Dann lies dich am besten gleich mal rein!

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FAQ: Die wichtigsten Fragen & Antworten rund um Kleingärten in Hamburg

Wie bewerbe ich mich für einen Kleingarten in Hamburg?

Die Bewerbung läuft direkt über die einzelnen Vereine. Such dir Vereine in deiner Nähe aus und frag nach der Aufnahme auf die Warteliste. Eine zentrale Vergabe durch die Stadt gibt es nicht.

Was kostet ein Schrebergarten monatlich?

Umgerechnet auf den Monat liegen die Fixkosten (Pacht, Versicherung, Beiträge) meist zwischen 35 € und 70 €. Hinzu kommen die individuellen Kosten für Strom und Wasser.

Darf ich in meiner Gartenlaube übernachten oder wohnen?

Dauerhaftes Wohnen ist im Kleingarten laut Bundeskleingartengesetz streng verboten. Zeitweiliges Übernachten, zum Beispiel an Wochenenden im Sommer, ist jedoch zulässig.

Was muss ich beim Kauf einer Laube beachten?

Der Preis für eine Laube wird in Hamburg durch offizielle Wertermittler des Verbandes festgelegt. Niemand darf privat horrende Summen verlangen. Achte darauf, das aktuelle Wertermittlungsprotokoll einzusehen.

Was ist die Drittel-Regelung?

Kleingärten dienen der „kleingärtnerischen Nutzung“. Das bedeutet: Ein Drittel der Fläche muss für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt werden, ein Drittel für Erholung (Rasen, Blumen) und ein Drittel für die Laube und Wege.