Auslandsüberweisung: Short Facts im Überblick
- SEPA ist kostenlos: Überweisungen in Euro innerhalb der 36 SEPA-Staaten kosten keinen Cent mehr als eine normale Inlandsüberweisung.
- Echtzeit ohne Aufpreis: SEPA-Echtzeitüberweisungen überweisen dein Geld innerhalb von 10 Sekunden auf das Zielkonto, ohne zusätzliche Gebühren.
- Meldepflicht ab 12.500 €: Beträge ab 12.500 € musst du der Deutschen Bundesbank für die Außenwirtschaftsverordnung (AWV) melden.
Inhalte im Überblick
Was ist eine Auslandsüberweisung?
Eine Auslandsüberweisung ist eine Geldtransaktion, bei der du Geld von deinem Bankkonto in Deutschland auf ein Bankkonto im Ausland überweist. Sie unterscheidet sich von einer normalen SEPA-Überweisung durch zusätzliche Anforderungen wie internationale Bankleitzahlen (BIC/SWIFT), eventuelle Währungsumrechnungen und Transaktionsgebühren. Je nachdem, ob du innerhalb des SEPA-Raums oder in ein Nicht-SEPA-Land überweist, unterscheiden sich die Kosten, die Bearbeitungszeit und auch die erforderlichen Angaben.
Wie tätigst du eine Auslandsüberweisung?
Wenn du Geld ins Ausland überweisen möchtest, stehen dir bei der Haspa verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach Land und Währung gibt es dafür unterschiedliche Verfahren:
SEPA-Überweisung: Beträge innerhalb des SEPA-Raums überweisen
Innerhalb des SEPA-Raums (36 europäische Staaten) kosten Überweisungen in Euro keinen Cent mehr als eine reguläre Inlandsüberweisung. Seit Oktober 2025 sind zudem SEPA-Echtzeitüberweisungen gesetzlich kostenfrei gestellt: Dein Geld kommt innerhalb von 10 Sekunden beim Empfänger oder bei der Empfängerin an – ohne Aufpreis.
Während die Standard-SEPA-Überweisung elektronisch maximal einen Bankarbeitstag benötigt, ist das Geld per SEPA-Instant-Verfahren rund um die Uhr (auch an Wochenenden und Feiertagen) sofort verfügbar.
Online-Banking:
- Logge dich über deinen Webbrowser oder in der Sparkassen-App im Online-Banking ein
- Navigiere zum Bereich „Überweisungen“
- Klicke auf „SEPA-Überweisung“
- Gib die Überweisungsdaten ein:
- Vollständiger Name der Empfängerin oder des Empfängers
- IBAN
- Überweisungsbetrag in Euro
- Überprüfe alle Angaben
- Bestätige die Überweisung mit einer TAN!
In der Filiale:
- Fülle ein SEPA-Überweisungsformular aus
- Reiche es am Schalter ein
Auslandsüberweisung nach Skandinavien & UK: Das gilt für Dänemark, Schweden & London
Überweisungen von Hamburg nach Dänemark, Schweden, Norwegen oder Großbritannien nutzen das europäische SEPA-Netzwerk, erfordern aber wegen unterschiedlicher Währungen besondere Aufmerksamkeit beim Wechselkurs. Während Euro-Überweisungen ins UK gebührenfrei sind, fällt bei skandinavischen Kronen eine Währungsumrechnung an.
- Großbritannien (UK): Das UK ist trotz Brexit im SEPA-Zahlungsraum geblieben. Überweist du Euro auf ein britisches Euro-Konto, ist die Ausführung kostenlos. Erfordert das Zielkonto Pfund (GBP), führt die Bank eine Umrechnung durch.
- Dänemark, Schweden & Norwegen (DKK, SEK, NOK): Auch diese Länder gehören zum SEPA-Raum. Überweist du in der jeweiligen Landeswährung, fallen bankübliche Fremdwährungs-Gebühren (Courtage) für die Umrechnung an.
Online-Banking in Web oder App:
- Logge dich über deinen Webbrowser oder in der Sparkassen-App im Online-Banking ein
- Gehe zum Bereich „Auslandsüberweisung“
- Gib folgende Informationen ein:
- Vollständiger Name der Empfängerin oder des Empfängers
- Standort & Land der Empfängerin oder des Empfängers
- IBAN
- BIC/SWIFT-Code
- Überweisungsbetrag
- Zielwährung
- Ausführungsart (Standard oder Eilig)
- Wähle die Gebührenregelung (OUR, BEN oder SHA)
- Überprüfe alle Angaben sorgfältig
- Bestätige die Überweisung mit einer TAN!
In der Filiale:
- Besorge dir ein Auslandsüberweisungsformular
- Fülle es vollständig aus und lass dich bei Bedarf von den Berater:innen unterstützen
- Reiche das Formular am Schalter ein
Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Entgeltoptionen sind auch in folgender Tabelle noch einmal veranschaulicht:
| Entgeltoption | Bedeutung | Wer zahlt die Gebühren? | Empfehlung |
| SHARE (SHA) | Gebührenteilung (Standard) | Du zahlst die Gebühren deiner Bank, die empfangende Person übernimmt die Kosten der Ziel- und Zwischenbanken. | Standardfall: Ideal für reguläre Rechnungen, wenn keine exakte Nettosumme gefordert ist. |
| OUR | Sender:in trägt alle Kosten | Du übernimmst sämtliche Entgelte (auch der Auslands- und Zwischenbanken). | Empfohlen für Verträge & Mieten: Garantiert, dass der exakte Rechnungsbetrag beim Empfänger oder der Empfängerin ankommt. |
| BEN | Empfänger:in trägt alle Kosten | Sämtliche Entgelte werden direkt vom Überweisungsbetrag abgezogen. | Selten: Der Empfänger oder die Empfängerin erhält einen kleineren Betrag als die Ursprungssumme. |
AWV-Meldepflicht bei hohen Überweisungen ins Ausland
Für Zahlungsein- und ausgänge monatlich über 12.500 € (oder dem Gegenwert in einer Fremdwährung) musst du die Auslandsüberweisung in der Regel nach § 67 Außenwirtschaftsordnung melden. Das gilt für Privatpersonen und auch für Unternehmen. Möglich ist das über das AMS, worüber du die Daten an die Deutsche Bundesbank übermitteln kannst. Hier findest du auch weitere Details zum Ablauf und der Einreichung von Meldungen.
AWV-Meldepflicht ab 12.500 €: Was du beachten musst
Wer Geldbeträge von mehr als 12.500 € ins Ausland überweist oder aus dem Ausland empfängt, ist gesetzlich verpflichtet, diesen Vorgang der Deutschen Bundesbank zu melden (§ 67 Außenwirtschaftsordnung). Diese Meldung dient rein statistischen Zwecken (Erfassung der Zahlungsbilanz) und löst keine Steuern aus.
So funktioniert die Meldung:
- Frist: Die Meldung muss bis zum 7. Kalendertag des Folgemonats eingereicht werden.
- Telefonischer Weg (für Privatpersonen): Kostenfrei unter der Hotline der Bundesbank: 0800 1234 111.
- Ausnahmen: Reine Auszahlungen für Warentransaktionen (Export/Import von Gütern) oder Tilgungen von Krediten mit einer Laufzeit unter 12 Monaten sind von der Meldepflicht ausgenommen.
Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?
Eine Auslandsüberweisung kann je nach Zielland unterschiedlich lange dauern. Für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums beträgt die Bearbeitungszeit in der Regel bis zu 5 Geschäftstage. Die Dauer der Überweisung hängt hier von verschiedenen Faktoren ab:
- Entfernung zum Zielland
- Gängigkeit der Währung
- Anzahl der beteiligten Banken
- Wochenenden und Feiertage
Wenn es besonders eilig ist, kannst du aber auch die Bearbeitung gegen einen Expresszuschlag beschleunigen. Für genaue Informationen über die voraussichtliche Dauer deiner Auslandsüberweisung empfehlen wir dir, direkt mit dem Kundenservice Kontakt aufzunehmen.
Welche Kosten und Gebühren sind mit Auslandsüberweisungen verbunden?
Die Gebühren für eine Auslandsüberweisung setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Bei beleglosen Online-Überweisungen beträgt das Grundentgelt unabhängig vom Überweisungsbetrag 12,50 €. Hinzu kommt ein Wechselkursaufschlag (bei Fremdwährungsaufträgen) von 0,025 % des Zahlungsbetrags, mindestens jedoch 2,50 €. Wenn du auch die Gebühren der Empfängerbank übernehmen möchtest, kommen pauschal 30 € hinzu (nicht möglich für Zahlungen in die USA). Bei beleghaften Überweisungen sind die Kosten höher: Bis zu einem Überweisungsbetrag von 2.500 € fallen 20 € Bearbeitungsgebühr an, bei Auslandsüberweisungen zwischen 2.500 und 10.000 € beträgt sie 25 €.
Zusätzlich zu den Standardgebühren können aber auch weitere Kosten anfallen, wenn du zum Beispiel Sonderleistungen in Anspruch nimmst, wie eine Eilüberweisung oder Änderungen an bestehenden Aufträgen. Detaillierte Informationen über alle Entgelte und Leistungen findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis der Haspa.
FAQ: Häufige Fragen zu Auslandsüberweisungen
Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung bei der Haspa?
Innerhalb des SEPA-Raums dauert eine Standard-Überweisung in Euro maximal 1 Bankarbeitstag, per Echtzeit-Überweisung nur wenige Sekunden. Überweisungen in Nicht-SEPA-Länder oder in Fremdwährung (z. B. USA, Asien) dauern über das SWIFT-Netzwerk in der Regel 2 bis 5 Werktage.
Was kostet eine Auslandsüberweisung außerhalb des SEPA-Raums?
Für Nicht-SEPA-Überweisungen fällt eine Abwicklungsgebühr (z. B. 12,50 € beleglos) zuzüglich eines prozentualen Fremdwährungszuschlags (Courtage, mind. 2,50 €) an. Je nach gewählter Entgeltoption (OUR, SHA, BEN) kommen eventuell Gebühren der Empfängerbank hinzu.
Wann muss ich eine Auslandsüberweisung bei der Bundesbank melden?
Auslandsüberweisungen ab einem Wert von mehr als 12.500 € müssen gemäß Außenwirtschaftsverordnung (AWV) der Deutschen Bundesbank gemeldet werden. Die Meldung ist für Privatpersonen kostenfrei und kann telefonisch über die Hotline der Bundesbank (0800 1234 111) eingereicht werden.
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