Budgetplanung: Short Facts im Überblick
- Behalte die Kontrolle: Eine gute Budgetplanung ist Grundlage für erfolgreiches Sparen.
- Verschaffe dir einen Überblick: Stelle alle deine Einnahmen und Ausgaben gegenüber und richte dir einen Notgroschen ein.
- Nutze verschiedene Tools: Methoden wie die 50-30-20-Regel und Planungsvorlagen erleichtern dir das Budgetieren.
- Reagiere auf verschiedene Lebenslagen: Geplanter Hausbau, Beginn eines Studiums oder die Gründung einer Familie können Änderungen deiner Budgetplanung hervorrufen.
- Vermdeide klassische Fehler: Zu optimistische Sparziele und zu viele Kategorien in deinem Budgetplan können schnell zu Frustration führen.
Inhalte im Überblick
Warum ist eine gute Budgetplanung so wichtig?
Eine realistische und solide Budgetplanung bringt dir Klarheit über deine Finanzen. Hast du alle Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick, musst du dich nicht immer auf dein Gefühl verlassen, sondern weißt ganz genau, ob du diesen Monat noch einmal schick Essen gehen kannst oder lieber zu Hause kochen solltest. Eine Budgetplanung ist außerdem immer eine gute Grundlage um deine Sparquote festlegen und gezielt fürs Alter oder größere Konsumausgaben wie beispielsweise eine Hochzeit sparen zu können.
Wie gehe ich bei der Budgetplanung vor?
Der erste Schritt bei der Budgetplanung für Anfänger besteht meistens aus einer klaren Bestandsaufnahme. Um deine Finanzen planen zu können musst du genau wissen, wie viel Geld reinkommt und wofür es rausgeht.
1. Einnahmen ermitteln
Zuerst ermittelst du dein gesamtes monatliches Einkommen. Dazu gehört nicht nur dein Netto-Gehalt (nach Steuern und Abgaben), sondern auch Nebeneinkünfte, Sozialleistungen, Kapitalerträge und sonstige Einnahmen. Unregelmäßige Einkünfte solltest du dabei am besten auf den Monat herunterrechnen, um einen genauen Überblick über das dir zur Verfügung stehende Geld zu erhalten.
2. Ausgaben berechnen
Deine Ausgaben teilst du in 3 Hauptkategorien auf:
- Fixkosten: Gehen regelmäßig direkt von deinem Konto ab und wiederholen sich normalerweise alle 1 bis 3 Monate. Dazu zählen Miete oder Hypothek, Versicherungen wie deine Haftpflicht aber auch Abonnements wie Fitnessstudio oder Streamingdienste.
- Variable Kosten: Schwanken meistens monatlich und bieten durchaus Sparpotenzial. Beispiele sind Lebensmittel und Getränke, Freizeit und Hobbys, Shopping und Geschenke.
- Sonderausgaben: Dazu gehören Schuldenrückzahlungen oder einmalige, größere Anschaffungen und Reparaturen.
Wenn du dir einen Überblick über Ein- und Ausgaben verschafft hast, ist es danach wichtig, dir einen Notgroschen anzulegen, der in den meisten Fällen circa 3 Monatsnettogehälter betragen sollte. Der Sinn von dieser Rücklage ist, dass du auf plötzlich auftretende Ausgaben, wie beispielsweise eine kaputte Waschmaschine oder eine wichtige Autoreparatur reagieren kannst. Wichtig dabei zu beachten: Dein Notgroschen sollte jederzeit verfügbar, sicher und vom Alltagskonto getrennt sein!
Monatsbudget oder Jahresbudget: Was ist besser?
Bei der Budgetplanung entscheidest du dich bewusst, wofür du dein Geld ausgibst. Die Frequenz, mit der du diese Budgetplanung durchführst, beeinflusst dabei extrem, wie gut du die Kontrolle behältst. Ein Monatsbudget eignet sich deshalb gut für alltägliche Dinge, da du so besser die Kontrolle behältst und auf Preis- oder Einkommensänderungen reagieren kannst. Alternativ kannst du auch mit einem Jahresbudget arbeiten, welches aber eher auf langfristige Ziele wie Urlaub oder große Konsumausgaben abzielt.
Wie kann ich meine Budgetplanung erstellen?
Um deine Budgetplanung zu erstellen kannst du auf verschiedene Tools und Methoden zurückgreifen.
Budgetierung mit der 50-30-20-Regel
Eine beliebte Methode, um dein Einkommen sinnvoll aufzuteilen und deine Budgetplanung aufzusetzen, ist die 50-30-20-Regel. Dabei nutzt du 50 % deines Nettoeinkommens für notwendige Ausgaben wie Miete, Lebensmittel oder Versicherungen, 30 % für persönliche Wünsche und Freizeit und 20 % legst du idealerweise zum Sparen oder für die Altersvorsorge zurück. Diese Struktur hilft dir, einen realistischen Sparbetrag zu finden und gleichzeitig dein Leben zu genießen.

50-30-20-Budgetrechner
Teile dein monatliches Nettoeinkommen nach der bewährten 50-30-20-Regel auf.
* Die 50-30-20-Regel ist eine Richtlinie und kann individuell angepasst werden.
Der Finanzplaner der Sparkasse unterstützt dich bei der Budgetplanung
In der App der Sparkasse findest du den Finanzplaner. Dieser ist ein praktisches Add-on im Online-Banking, das dir ermöglicht, deine Umsätze einfach und übersichtlich zu verwalten. Er funktioniert wie ein digitales Haushaltsbuch und ist besonders nützlich, um deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. Außerdem kannst du ganz einfach bestimmte Zeiträume auswählen und dir nur die Buchungen anzeigen lassen, die dich interessieren. So erhältst du einen detaillierten Überblick über deine Ausgaben und kannst gezielt nach Sparpotentialen suchen.
Budgetplanungsvorlagen als PDF oder zum Ausdrucken
Wenn dir digitale Haushaltsbücher wie der Finanzplaner der Sparkassen nicht so liegen, ist eine ausdruckbare Budgetplanungsvorlage ideal. PDFs sind in der Regel klar strukturiert, bieten genügend Platz für handschriftliche Notizen und sind besonders praktisch, wenn du deine Finanzen bewusst jederzeit einsehen möchtest.
Nutze doch zum beispiel gerne unsere kostenlose Budgetplanungs-PDF, in der du Einnahmen, Ausgaben und Rücklagen eintragen, eine Sparchallenge mit 500 € als Ziel angehen und deine Fortschritte über das ganze Jahr hinweg verfolgen kannst!
Die Budgetplanung variiert je nach Lebenslage
Durch eine gute Budgetplanung kannst du gut auf wechselnde Lebenssituationen reagieren. Wenn du beispielsweise dein Budget fürs Studium festlegen möchtest, einen Hausbau planst oder Nachwuchs bekommst und ein Familienbudget aufsetzt, musst du deine finanziellen Gewohnheiten womöglich anpassen. Für Selbstständige ist eine übersichtliche Budgetplanung übrigens besonders wichtig, da die monatlichen Einnahmen schwanken können.
Haushaltsbudget-Rechner
Vergleiche deine monatlichen Einnahmen mit deinen Ausgaben – und sieh sofort, was dir übrig bleibt.
* Negative Werte zeigen, dass deine Ausgaben höher sind als deine Einnahmen.
Diese Möglichkeiten gibt es, wenn die Budgetplanung zu knapp ausfällt
Budgetieren soll in erster Linie bezwecken, dass du dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffen kannst. In vielen Fällen zielt ein Budgetplan darauf ab, Fixkosten zu reduzieren und eine regelmäßige Sparquote zu erreichen. Es kann aber auch je nach Lebenssituation mal sein, dass sich bei deiner Budgetierung herausstellt, dass deine Ausgaben höher sind als deine Einnahmen. In diesen Fällen ist es empfehlenswert, smarte Spartipps im Alltag anzuwenden oder sogar durch zusätzliche Einnahmequellen dein Haushaltseinkommen zu erhöhen.
Vermeide diese Fehler in der Budgetierung
Ein häufiger Stolperstein bei der Budgetierung sind zu viele Kategorien in deinem Budgetplan. Wenn du jede Kleinigkeit einzeln auflistet, kannst du schnell den Überblick und auch die Lust verlieren. Es ist daher empfehlenswert mit wenigen, klaren Kategorien zu starten und diese bei Bedarf später zu erweitern.
Zu optimistische Sparziele können durchaus auch ein kleiner Fallstrick sein. Wenn du dir einen zu hohen Sparbetrag vornimmst, den dein EInkommen und dein Alltag aber gar nicht hergeben, kann dich die Budgetplanung schnell frustrieren. Ein Budget soll dich unterstützen und nicht unter Druck setzen. Es ist deshalb besser, erst einmal niedrigschwellig zu starten und dann deine Sparziele Schritt für Schritt anzupassen. Deine Budgetplanung sollte kein starres Dokument, sondern ein laufender Prozess sein. Plane auch unregelmäßige Ausgaben wie Geschenke, Urlaube oder Reparaturen ein!





