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Heizkosten sparen in Hamburg: 13 Tipps, um die Heizkosten zu senken

Heizkosten sparen: Heizkörper mit Thermostat Pixabay / ri

Der Herbst hält langsam Einzug in Hamburg. Spätestens im Oktober – zu Beginn der neuen Heizperiode – könnte ein kleiner Heizungscheck sinnvoll sein. Sei es wegen steigender Kosten oder Klimakrise, es ist nicht verkehrt, ein wenig auf seinen Verbrauch zu achten. Wir haben daher 13 Tipps und Tricks für dich, wie du deine Heizkosten ganz einfach senken kannst.

Spätestens seit Beginn der Energiekrise steht fest, dass in Sachen Heizen und Energieverbrauch etwas getan werden muss. Auch wenn laut Hamburger Abendblatt die „teuerste Heizperiode aller Zeiten“ vorerst vorüber sein mag, ist es gerade zu Zeiten von Inflation und Klimakrise ein sinnvoller Schritt, sich sein Heizverhalten und Warmwasserverbrauch einmal genauer anzuschauen. Beides kannst du mit wenigen, einfachen Schritten deutlich optimieren.

Heizkosten sparen: Alles rund um den Heizkörper

Egal, ob du zur Miete wohnst oder Eigenheimbesitzer:in in Hamburg bist: Wenn du Heizkosten sparen möchtest, ist wahrscheinlich der naheliegendste Gedanke, die Temperatur in deinen Räumen herunterzuregeln. So weit, so gut. Aber das ist noch lange nicht alles, was du an deinen Heizkörpern deichseln kannst …

Tipp 1: Die richtige Temperatur einstellen

Doch beginnen wir erst einmal mit der optimalen Raumtemperatur. Denn Raum ist nicht gleich Raum. Und tatsächlich werden für jeden Raum in deiner Wohnung oder deinem Haus unterschiedliche Temperaturen empfohlen, da es weder zu warm, noch zu kalt sein sollte. Als generelle Faustregel gilt aber: Bereits 1 °C weniger kann bis zu 6 % deiner Heizkosten sparen. Die folgende Tabelle gibt dir eine Übersicht, über die optimalen Temperaturen, die bei dir zu Hause herrschen sollten:

Raumempfohlene Temperatur 
Wohnzimmeretwa 20 – 22 °C
Schlafzimmeretwa 17 °C
Fluretwa 16 °C
Badezimmeretwa 23 °C
Kücheetwa 18 °C
Kelleretwa 15 °C

Natürlich ist jede Person verschieden, daher handelt es sich bei den angegebenen Zahlen lediglich um Richtwerte. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Raumtemperatur nicht dauerhaft weniger als 15 °C betragen sollte (auch nicht, wenn du für längere Zeit verreisen solltest)! Andernfalls kann sich schnell Schimmel bilden.

Kleiner Tipp: Die Zahlen auf deinem Thermostat sind keine Temperaturangaben! Stufe 1 bedeutet, dass im Raum eine Temperatur von 12 °C herrschen soll. Je Stufe kommen 4 °C hinzu: 16 °C auf Stufe 2 bis zu etwa 28 °C auf Stufe 5. Wichtig: Ein Raum wird nicht schneller warm, wenn du die Heizung auf 5 aufdrehst. Es wird stattdessen einfach nur mehr Energie verbraucht.

Tipp 2: Die Heizung abends runter drehen

Die Heizung nachts laufen zu lassen, kann dich unnötig Geld kosten. Ein effektiver Weg, um die Kosten zu senken, ist es, die Heizkörper abends, aber auch bei Abwesenheit herunter (nicht gänzlich aus!) zu drehen. Denn in den meisten Wohnungen wird deutlich mehr Energie verbraucht, um die Räume auf eine angenehme Temperatur zu bringen, als sie warmzuhalten. Die warme Luft, die sich tagsüber in einem Raum sammelt, wird länger gehalten und die Räume bleiben trotzdem noch angenehm temperiert.

Weiterhin lässt es sich in kühleren Räumen oftmals besser schlafen, als in zu warmen. Durch das gezielte Herunterdrehen der Heizung in den Abendstunden kannst du also sowohl Energie sparen als auch die Kosten fürs Heizen reduzieren und zugleich ein angenehmes Raumklima schaffen. 

Tipp 3: Die Heizkörper freiräumen

Damit sich die vom Heizkörper erzeugte warme Luft auch frei im Raum entfalten kann, ist es wichtig, dass deine Heizung nicht verdeckt wird. Damit sind sowohl Möbel und Vorhänge als auch andere Gegenstände gemeint. Gleichzeitig solltest du keine Dinge auf deiner Heizung platzieren. Grund: Durch das Blockieren der Heizung kann das Zimmer nicht gleichmäßig warm werden.

Der Mindestabstand von Gegenständen zur Heizung beträgt etwa 30 Zentimeter. Dann kann sich die erwärmte Luft gleichmäßig im ganzen Raum ausbreiten. Andernfalls sammelt sich die warme Luft hinter deinen Möbeln oder Vorhängen, der Raum bleibt kalt und deine Heizkosten steigen unnötig an.

Tipp 4: Die Heizung gluckert? Entlüften kann helfen

Deine Heizung macht komische Gluckergeräusche und wird einfach nicht warm? Das kann daran liegen, dass sich Luft im Heizungssystem befindet. Ein Entlüften der Heizung kann hier Abhilfe schaffen. Beim Heizkreislauf handelt es sich um ein geschlossenes System, daher benötigst du einen sogenannten Entlüfterschlüssel. Diese gibt es für wenige Euro online zu kaufen oder im nächsten Baumarkt. Tipp: Schau doch mal online bei OBI vorbei. Mit dem HaspaJoker kannst du dir 3,36 % Cashback auf alle Einkäufe sichern.

Zum Entlüften drehst du die Heizung auf die höchste Stufe. Mit dem Schlüssel kannst du das kleine Ventil vorsichtig lösen und die im Kreislauf befindliche Luft entweichen lassen. Wichtig dabei: Halte einen Lappen sowie ein Gefäß für austretendes Wasser bereit, denn nachdem die Luft raus ist, folgt heißes Wasser. Vorsicht: Verbrühungsgefahr! Dann kannst du das Ventil wieder zu- und die Heizung herunterdrehen. Fertig!

Tipp 5: Heizkörper regelmäßig säubern

Wenn wir schon dabei sind: Nicht nur das Freiräumen deiner Heizung ist wichtig, damit sich die warme Luft ungehindert im Raum ausbreiten kann. Gleichzeitig ist eine regelmäßige Reinigung der Heizung entscheidend. Nicht selten sammelt sich in einem Jahr viel Staub (insbesondere im Innenbereich des Heizkörpers). Dieser wirkt wie ein Isolator und verhindert, dass eine gleichmäßige Wärmeausbreitung stattfinden wird.

Hierfür gibt es spezielle Heizkörperbürsten oder Aufsätze für deinen Staubsauger. Damit kannst du ohne Probleme zwischen die Lamellen der Heizung gelangen und diese gründlich reinigen.

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Tipp 6: Heizkörpernischen dämmen

Du wohnst in einem Altbau? Auch wir lieben Hamburgs wunderschönen Altbauwohnungen mit ihrem Altbau-Charme, den hohen Wänden und klassischen Dielenböden. Was du hier aber auch oft findest: Veraltete Heizungen, eine ungenügende Dämmung und Heizkörpernischen. Insbesondere die Wände hinter den Heizkörpern sind hier gerne mal schlecht gedämmt und direkt über der Heizung befindet sich nicht selten eine Fensterbank. Optimale Wärmezirkulation: Fehlanzeige! Stattdessen entweicht die Wärme schneller nach draußen.

Wohnst du zur Miete ist ein alter Heizkörper natürlich nicht mal eben ausgetauscht, versetzt oder eine Heizkörpernische zugemauert. Generell ist in Sachen alte Heizung tauschen der Hauseigentümer oder die Eigentümerin in der Pflicht. Was du jedoch machen könntest, wäre, den Bereich hinter deiner Heizung zur Außenwand hin mit Isoliermatten zu dämmen. Sorgfältiges Arbeiten ist hier jedoch entscheidend, da es im schlimmsten Fall hinter deiner Isolierung zu Schimmelbildung führen kann. Halte daher am besten vor eigenmächtigen Renovierungsarbeiten mit deiner Vermietung Rücksprache.

Tipp: Informiere dich zum Thema Dämmen auch über die Kosten einer Fassadendämmung. So kann die warme Luft auch im Haus bleiben und verschwindet an kalten Tagen nicht direkt wieder nach draußen.

Tipp 7: Richtig lüften und richtig heizen

Eigentlich logisch und klingt jetzt banal, passiert jedoch schneller und öfter, als du im ersten Moment denken magst, daher der nächste Tipp: Lüfte regelmäßig und stelle beim Öffnen der Fenster die Heizung aus! Für einen ausreichenden Luftaustausch solltest du in Herbst und Winter jeden Tag mehrmals für wenige Minuten lüften. Und mit Lüften meinen wir Stoßlüften statt Kipplüften! Heißt: Für mehrere Minuten die Fenster richtig weit öffnen und am besten quer lüften, sodass ein Durchzug der Zugluft entsteht und diese einmal durch den gesamten Raum zirkulieren kann.

Nicht nur das Raumklima profitiert davon, indem die Luft sowohl mit neuem Sauerstoff angereichert wird als auch schädliche Gase wie Kohlenstoffdioxid abtransportiert werden. Vermeide es, die Fenster nur zu kippen. Denn dann findet kaum Luftaustausch statt und es kühlen die Wände schneller aus, sodass du anschließend mehr Heizenergie benötigst, um diese wieder auf die Ausgangstemperatur zu erwärmen. 

Tipp 8 zum Heizkosten senken: Warmwasser sparen

Auch das Wasser, das du zum Händewaschen, deinem Abwasch, duschen oder baden nutzt, muss erwärmt werden und zählt am Ende in deine Heizkostenabrechnung hinein. Wie wärs, wenn du deine Hände nur noch mit kaltem Wasser wäscht oder während des Einschäumens deiner Haare die Dusche kurz mal ausstellst? Auch das Verzichten auf ein tägliches Bad ist hilfreich, denn beim Baden müssen 120 Liter Wasser aufgeheizt werden. Verzichte daher öfter mal auf das Bad und steig lieber unter die Dusche.

Heizkosten sparen: Sparduschkopf
Foto: Pixabay / 955169

Weiterhin kannst du auch Hilfsmittel zum Wassersparen nutzen: Sogenannte Durchflussbegrenzer kosten nur wenige Euro und verringert den Wasserdurchfluss um knapp die Hälfte, ohne dass du eine große Veränderung spürst. Ähnlich verhält es sich mit Sparduschköpfen. Auch diese begrenzen den Wasserdurchfluss durch spezielle Düsen oder das Beimischen von Luft.

Weitere Tipps zum Heizkosten sparen

Neben den Tipps und Tricks rund um deine Heizkörper und deinen Warmwasserverbrauch, gibt es aber noch weitere Dinge, die du tun kannst, um deine Kosten fürs Heizen zu senken.

Tipp 9: Nutze smarte Gadgets zum Heizkosten sparen

Digitalisierung mal anders. Du hast mit Sicherheit schon von Smart Home gehört. Und gerade mit einer Auswahl an smarten Gadgets in deinem Haushalt kannst du mitunter den ein oder anderen Euro bei deinen Heizkosten sparen und die Investitionskosten dadurch wieder reinholen. Von smarten Heizkörperthermostaten, durch die sich je nach Modell die Temperatur auch von unterwegs per App einstellen und regeln lässt, bis hin zu Fenstersensoren, die erkennen, wann ein Fenster geöffnet ist und dann entsprechend die Heizung herunterregeln, ist viel vorhanden, das dich bei einem optimalen Heizverhalten unterstützen kann.

Heizkosten senken: Smartes Gadget
Foto: Unsplash / Erik Mclean

Tipp 10: Zieh dich warm an

Klingt nach einem Scherz, ist aber völlig ernst gemeint. Musst du wirklich im Winter in einem T-Shirt bekleidet durch deine Wohnung laufen können? Wie weiter oben erwählt, kann bereits 1 °C bis zu 6 % deiner Heizkosten ausmachen. Wir denken, dass es sich daher durchaus lohnen kann, die Heizung lieber ein wenig herunterzudrehen und dafür ein oder 2 Schichten mehr an Kleidung zu tragen.

Und seien wir mal ehrlich: Ein gemütlicher Abend auf der Couch, eingemummelt in einen kuscheligen Pulli mit einer Wärmflasche und einem heißen Tee in der Hand, während draußen der Schneesturm (oder in Hamburg wohl eher ne steife Brise mit Wasser versetzt) tobt, ist doch ultra gemütlich! Tipp: Wenn du noch nach einer neuen Kuscheldecke suchst, schau doch mal online bei Matratzen Concord vorbei und sichere dir mit dem HaspaJoker Vorteil bis zu 6,72 % Cashback

Heizkosten sparen: Pullover tragen
Foto: Unsplash / Dan Gold

Tipp 11, um Energie zu sparen: Türen schließen

Auch die Türen zu schließen, damit die warme Raumluft nicht in kühlere Räume oder den Flur ziehen kann, ist hilfreich. Und wenn es Abend wird, zieh ruhig die Vorhänge zu (natürlich ohne dabei die Heizung zu verdecken). Das hilft nicht nur bei ungewünschten Blicken von draußen, sondern auch dabei, dass keine warme Luft entweichen und du den ein oder anderen Euro beim Energieverbrauch sparen kannst.

Tipp 12: Fenster und Türen abdichten

Damit die Raumluft ebenfalls nicht nach draußen entweicht (wir wollen schließlich nicht für draußen heizen), kann es sinnvoll sein, Fenster und Türen abzudichten, wenn du merkst, dass es dort unangenehm zieht. Ein einfacher Test zeigt dir, ob dein Fenster dicht ist: Klemme ein einfaches Blatt Papier zwischen das geöffnete Fenster, schließe es und zieh das Papier durch das geschlossene Fenster. Wenn das ohne Probleme funktioniert, ist das Fenster nicht optimal abgedichtet. Hier helfen dann Fensterdichtungsbänder, die du im Baumarkt oder online erwerben und einfach selbst an deinem Fenster befestigen kannst. Lässt sich das Blatt Papier hingegen nicht herausziehen, ist dein Fenster dicht.

Auch sogenannte Zugluftstopper können vor Wohnungstüren und auf Fensterbanken zum Einsatz kommen. Simpel, funktionell und dabei auch noch hübsch anzusehen.

Tipp 13 – last, but not least: Preise & Anbieter vergleichen

Ein Blick in die Vergleichsportale kann auch nie schaden. Gerade jetzt, wo die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr wieder gefallen sind, können sich Vergleiche von Preisen und Energieanbietern durchaus lohnen. Portale wie Check24 oder Verivox sind hier eine einfache Möglichkeit, einfach mal zu schauen, ob sich so etwas Geld bei den anfallenden Energiekosten sparen lässt.

Du suchst weitere Tipps?

Kein Problem. Tipps und Tricks rund um energetische Sanierung findest du im Interview mit RENEWA Geschäftsführer Michael Suer. Oder schau einfach mal regelmäßig bei Haspa Veranstaltungskalender vorbei und finde coole Events zum Thema.

Oder schau mal bei klimaneutral leben in Hamburg vorbei und hol dir weitere Tipps für deinen Alltag.

FAQ zum Thema Heizkosten senken

Wie kann ich Heizkosten senken?

Um deine Heizkosten zu senken, könntest du im ersten Schritt sicherstellen, dass dein Zuhause ausreichend isoliert ist und die Fenster und Türen abgedichtet sind, um Wärmeverluste zu minimieren. Außerdem solltest du die Raumtemperatur moderat halten und programmierbare Thermostate verwenden, um die Heizung nur dann einzuschalten, wenn sie benötigt wird.

Wie helfen isolierte Fenster beim Heizkosten sparen?

Isolierte Fenster halten die Wärme besser in deinen Wohnräumen und verringern den Wärmeverlust nach draußen. Dadurch kannst du mitunter effektiv deine Heizkosten senken.

Wie sollte ich richtig heizen?

Richtiges Heizen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Faustregel ist es, die Zimmertemperatur auf rund 20 °C einzustellen und den Regler nicht höher zu drehen. Zusätzlich kannst du die Temperatur in bestimmten Räumen verringern, die du weniger nutzt. Räume wie das Bad, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, solltest du hingegen um ein paar Grad wärmer beheizen, um Schimmelbildung entgegenzuwirken.

Wie können schlaue Thermostate beim Heizkosten sparen helfen?

Durch die Verwendung von schlauen Thermostaten kannst du die Raumtemperatur effizienter steuern und so Energie sparen. Viele Modelle lassen sich sogar per App steuern.

Wie oft sollte ich meine Fenster zum Lüften öffnen?

Du solltest deine Fenster mehrmals am Tag für mindestens 5 Minuten öffnen, um frische Luft hereinzulassen. Es ist ratsam, dabei einen Durchzug zu erzeugen. Im Winter bei niedrigen Temperaturen lieber öfter und dafür kürzer lüften.

Was sollte ich bei undichten Fenstern tun?

Undichte Fenster sollten auf jeden Fall repariert werden, da sonst warme Luft nicht im Raum bleibt, sondern nach draußen entweicht. Dadurch steigen die Heizkosten. Es wird daher empfohlen, undichte Fenster so schnell wie möglich abzudichten.

Wie kann ich meinen Wasserverbrauch reduzieren?

Beim Duschen kannst du den Wasserverbrauch reduzieren, indem du den Wasserfluss mithilfe eines Sparduschkopfes verringerst. Eine verringerte Durchflussmenge führt zu Einsparungen beim Wasserverbrauch und senkt deine Kosten.